10 Jahre Duo Wildkraut Lübeck

2016 fanden eine Harfe, eine Geige und zwei Stimmen zueinander. Dieses Jahr feiern wir die Beständigkeit unseres Duos. Wir haben die Pandemie zu nehmen gewusst, unsere Musik immer mehr nach draußen verlegt und besondere Orte gefunden, die uns mit ihrer Beschaffenheit und Akustik inspiriert haben: Wälder, Gärten, Brücken, Terrassen, Gänge und auch ein zugiges Parkhaus. Während eines Lockdowns eröffneten wir mitten im kalten Winter spontan einen YouTube-Kanal, um Freundinnen und Freunde mit musikalischen Grüßen zu erreichen und kleine Zeichen in die Welt zu senden. Dies war unser erster Versuch:

https://www.youtube.com/watch?v=8SWDut_TXtU

Und wir genehmigten uns eine Tagesreise mit Gepäck… https://www.youtube.com/watch?v=QMV6LeO1NBc

Mit dem Film „Duo Wildkraut, das sind wir“ half uns Nils Schomann – vielen Dank dafür! https://www.youtube.com/watch?v=5eLSRRkzET0

Unser Dank gilt allen, die uns mit ihrem Zuhören, andächtigem Nachlauschen oder Applaus Mut gemacht, allen Gebäuden, die uns ihre Resonanz geschenkt, und allen Tieren und Pflanzen, die uns freundlich in ihrer Nähe geduldet und mit ihrem Gesang ergänzt haben.

2026 werden wir zu hören sein am

  • 6.6., 17.00 im Rosengang Lübeck, Hanse Kultur Festival
  • 26.9., 18.00, 10 Jahre Duo Wildkraut! Jubiläumskonzert in der St.-Jürgen-Kapelle, Ratzeburger Allee 23, Lübeck

BERUFSPAUSE bis Ende September 2025

Anfragen für Musiktherapie nehme ich bis 31. Mai weiterhin entgegen. Terminkontinuität gibt es wieder ab Oktober.

Das Duo Wildkraut wird Frühlingsfahrt aufnehmen, sobald der Schulgarten öffnet. Schlendern, schnuppern und den Tönen folgen – vielleicht sind wir´s!

Der Phemios Kammerchor lässt ebenfalls von sich hören, siehe https://phemios.de/

Chorbegegnung Göteborg Lübeck

Göteborgs Vokalensemble singt in der Reformierten Kirche zu Lübeck, Königstraße 18.

Am 10.5. 2024 (Freitag nach Himmelfahrt) um 18.00 ist das schwedische Gesangsensemble der Högsbo Kyrka in Göteborg unter der Leitung von Katarina Solén Hiller mit einem Konzert zu Gast in unserer Kirche. Dabei soll es zu einer musikalischen Begegnung mit einem Ensemble aus dem Phemios Kammerchor kommen. Damit der schwedische Chor sich gastfreundlich empfangen fühlt, freuen wir uns über regen Konzertbesuch. Wer im Anschluss seine Schwedisch- oder Englischkenntnisse polieren möchte, hat dazu Gelegenheit!

https://goteborgsvokalensemble.wordpress.com/

luebeck-reformiert.de

Duo Wildkraut: Rückschau 23

Auch in diesem Jahr haben wir inspirierende Orte gesucht oder angeboten bekommen. Wunderbare musikalische und menschliche Begegnungen ergaben sich auf dem Klosterfest Cismar, während der Wildkräuterführung mit Iris Bein in der Gärtnerei Gut Bliestorf, anlässlich der Eröffnung der Palliativwoche in St. Marien und immer wieder spontan im Lübecker Schulgarten. Dafür sind wir sehr dankbar! Die Musik kann weitergehen, z.B. im Schatzcafé. Daten folgen sobald wie möglich.

Gärterei Gut Bliestorf.: Kräuterführung mit Iris Bein, dazu Wildkraut-Musik. Foto: Thomas Einfalt
Gärtnerei Gut Bliestorf, Foto: Thomas Einfalt
Innenhof Kloster Cismar. Kulturfest. Foto: Antje Buitkamp
St. Marien zu Lübeck. Eröffnungsgottesdienst zur Palliativwoche. Foto: Silke Wegerich
Schulgarten an der Falkenwiese, Lübeck. Saisonabschluss. Foto: Andreas Nagel

Gestalten, was uns blüht

Ein neues Buch nimmt Krisen in den Fokus.

Warme Empfehlung!


Eine ungewöhnliche Vielfalt psychologischer, politischer, medizinischer, theologischer und soziologischer Themen verdeutlicht überzeugend die Solidarität als maßgebliche Kraft zur Bewältigung persönlicher, gesellschaftlicher und globaler Krisensituationen. Angesichts der aktuellen globalen Krisenhaftigkeit macht dieses Buch Mut und schärft die Sinne, um der Krisenwahrheit ins Auge zu sehen und sie zu verstehen. Es zeigt Werkzeuge auf und trägt zur notwendigen Tatkraft bei, damit Entscheidungen getroffen, sinnvolle Lösungen gefunden und grundlegend neue Wege beschritten werden. Es macht deutlich, dass in der Gemeinschaft vieles möglich wird, was dem Einzelnen unmöglich erscheint. Es weckt die Hoffnung, dass es sich lohnt, Kräfte zu entwickeln, sie zu bündeln und aktiv zu werden, um Krisen zu überwinden und sie zum Nährboden für neue Chancen werden zu lassen.

Herausgeberin: Antje Buitkamp
Herstellung und Verlag: Books on Demand, Norderstedt
Dezember 2021
ISBN: 9783755760368
Preis 8,99€
in jedem Buchhandel bestellbar – unterstützen Sie bitte den Buchhandel vor Ort!

Kleiner Zwischengruß aus der Geduldszeit

Zwanzigzwanzig

Euch umarmen

Noch nicht

Chorsingen

Noch nicht

Fahren wohin ich will

Noch nicht

Ins Konzert

Noch nicht

Endlich wieder auf die Bühne

Noch nicht

Echtes Publikum

Noch nicht

Schwimmen in der Halle

Noch nicht

Ich zu dir

Noch nicht

Er hatte es schon ich

Noch nicht

Ich weiß

Noch nicht

Wir alle wissen alles

Noch nicht

Sag mal ganz oft

Noch nicht

Noch nicht noch nicht noch nicht

Nochnichtnochnichtnochnicht

Zwanzigzwanzig ist nämlich

Das Nochnichtjahr

Und es ist

Noch nicht

Zu

Ende

Gundula Buitkamp, Sommer 2020

Generalpause

Zur Zeit gibt es nichts anzukündigen. Die Litfaßsäulen zeigen an, was nicht stattfinden wird. Die Tageszeitungen enthalten keine Veranstaltungshinweise und verzichten weitgehend auf Werbematerial. Auf diese Weise werden sie prozentual gesehen gehaltvoller – immerhin!

Möge die Zeit, wie sie uns jetzt beschert ist, auf ihre Weise gehaltvoll sein für jede und jeden.

Möge die enttäuschte Vorfreude auf das eine oder andere Event ausgeglichen werden durch das intensive Erlebnis der Gegenwart.

Der „Heimat-Urlaub“, den ich gerade verlebe, birgt jeden Tag etwas Wunderbares. Die gecancelte Reise vermisse ich nicht.

Musik findet im Freien statt, spontan, z.B. mit dem Duo Wildkraut in der Travelmannstraße.

http://www.hanseart.tv

GENERALPAUSE   – ein Gleichnis

Nach einer Kakophonie, die sich in Tempo und Lautstärke schier überschlug, hat die Dirigentin eine überraschende Vollbremsung angeordnet. Doch es dauert einen Moment, bis alle es begriffen haben, und so bleibt ein unförmiger Klangklumpen in der Luft hängen, der immer leiser wird und schließlich zum Stehen kommt. Fermate. Erschrocken halten die Musizierenden die Körperspannung bis in die eintretende Stille hinein, denn sie gehört zur Musik: die Generalpause, in der nachklingt, was eben noch den Raum erfüllte, und Neues sich ankündigt, das höchstens zu erahnen ist.

Das Gewesene und das Kommende begegnen sich in einer rätselhaften Stille.

Die Dirigentin verharrt in ihrer Pose, beide Arme auf Schulterhöhe in der Luft, die Handinnenflächen nach oben gewandt, offen für den nächsten Einsatz. Ihr Blick geht über die Menschen hinweg in die Ferne, als erhoffte sie dort ein Zeichen. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich verhalten in angespannter Erwartung. Den Musizierenden werden die Instrumente schwer, der Chor steht mit halboffenen Mündern, doch alle vertrauen der Dirigentin und halten weiter inne, horchen in die Stille, atmen lautlos.

Da öffnet sie auf einmal weit die Augen und sieht jetzt alle an. Jede und jeder einzelne ist gemeint, und in ihrem intensiven, beinahe bohrenden, bittenden Blick liegt eine Botschaft, die an niemandem vorbeigeht.

Wir, nicht ich. Ob Oboe, Bratsche am letzten Pult, ob Chorsängerin oder Schlagzeug. Ich bin wichtig, aber nicht am wichtigsten.                                                                                                                               WIR. ZUSAMMEN. NUR SO KANN ES ETWAS WERDEN.

Hundert Herzen öffnen ihre Ohren.

Sie atmet hörbar durch die Nase ein und gibt mit dem Anflug eines Lächelns den ersehnten Einsatz.

 

                                                                                   Gundula Buitkamp, April 2020

 

BUNTE LIEDER FÜR DAS JAHR

In einer Zeit der Eile und Unverbindlichkeit, einer Zeit, in der unzählige Daten durch den Äther flitzen und Atemlosigkeit sich ausbreitet, einer Zeit, in der wir uns fragen müssen, worauf sich unsere Kinder noch verlassen können, sehnt sich manch eine Seele nach etwas, was durch regelmäßige Wiederkehr dem Leben Rhythmus und Sicherheit gibt.
Die Jahreszeiten machen für viele einen wesentlichen Bestandteil ihres Lebensgefühls aus. Wir sind uns dessen nicht immer bewusst. Und doch: Werden wir nach unserem Lieblingsmonat gefragt, haben viele eine Antwort. Sei es der Geburtstagsmonat oder das Erblühen der ersten Blumen im Frühling; sei es die Helligkeit des Sommers, das Leuchten der Bäume im Herbst oder die Stille des Winters – irgendwo fühlen wir uns zu Hause oder verbunden mit der Natur und ihrem Wandel im Laufe des Jahres.
Ich habe die Lieder Monat für Monat im Jahr 2014 komponiert. Jeweils zum Ersten des Folgemonats war das nächste Lied fertiggestellt. Gewidmet sind die Lieder ursprünglich den jungen Patientinnen und Patienten der Vorwerker Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Lübeck, wo ich als Musiktherapeutin arbeite.
Inzwischen haben auch Schulchöre, Folkloregruppen und Familien die Lieder gehört und entdeckt – und hier sind nun endlich die offiziellen Noten sowie eine CD-Aufnahme, die mit begeisterten MusikerInnen aufgenommen wurde.
Ich wünsche Ihnen und Euch viel Freude beim Hören, Mitlesen, Singen, Musizieren und Aufführen!

Einfach ein eigenes Exemplar – oder mehrere! – bestellen und genießen:

http://www.codamusic.de/rapidcartpro/index.php?product/page/3515/BUNTE+LIEDER+%3Cbr+%2F%3E+F%C3%9CR+DAS+JAHR

Alle Lieder sind als Sample anklickbar.

Hier: mitwirkende Musikerinnen und Musiker, Release-Party am 31.10.2017

https://childthemewp.com